Anforderungen an Mensch und Hund

Anforderungen an den Hund

 

Im Bundesverband Rettungshunde gibt es nicht den typischen Rettungshund. Unabhängig von der Rassezugehörigkeit beziehen sich die Auswahlkriterien hauptsächlich auf den Charakter, die Arbeitsbereitschaft und die Leistungsfähigkeit des einzelnen Hundes.

Neben den Wesensmerkmalen spielt auch die Gesundheit des Hundes eine wichtige Rolle. Das Skelettsystem sollte gesund und belastbar sein, damit sich der Hund in allen Situationen wendig und ausdauernd bewegen kann. Vor allem bei der Arbeit in den Trümmern wird der Knochenapparat durch Klettern, Kriechen und Springen stark beansprucht, aber auch die Suche in unwegsamen Gelände ist dann besonders für sehr große und auch sehr kleine Hunde eine große Belastung.

Die Erfahrung der Jahre hat gezeigt, dass vor allem mittelgroße Hunde mit entsprechender Arbeitsfreude und Motivation gut für die Rettungshundearbeit geeignet sind, jedoch muss für jeden Hund individuell entschieden werden.

Eine frühzeitige und gute Sozialisierung des Welpen ist für die Rettungshundearbeit von Bedeutung. Bereits beim Heranwachsen sollte der Hund an verschiedenste Umweltreize gewöhnt werden um sein Vertrauen in sich, seinen Hundeführer und in die Umwelt zu stärken.

Hunde, die sich auf Grund negativer Erlebnisse und mangelndem Selbstvertrauen unsicher und ängstlich sind, eignen sich meist nicht zur Ausbildung zum Rettungshund. Desweiteren sollte der angehende Rettungshund nicht älter als zwei, in Ausnahmefällen drei Jahre sein.

 BRH Rettungshundestaffel Hannover, Harz und Heide e.V.

Anforderungen an den Menschen

 

Durch die besondere Belastung und Beanspruchung der Menschen und Hunde im Rettungshunde- und/oder Katastropheneinsatz werden an die Einsatzkräfte gewisse Anforderungen gestellt.

Einsatzkräfte müssen körperlich und psychisch belastbar sein. Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, und die Bereitschaft im Einsatzfall tätig zu werden um Menschen zu helfen, sind Grundvorraussetzung für die Mitgliedschaft in einer Rettungshundestaffel.

Dazu müssen alle aktiven Staffelmitglieder neben der Rettungshundeausbildung auch theoretische und praktische Kenntnisse von einsatzrelevanten Themen erlernen und beherrschen. Dazu gehören Bereiche wie Orientierung, Funken, Erste Hilfe oder Verhalten und Gefahren im Einsatz.

Neben der Bereitschaft einen großen Anteil der Freizeit für die Rettungshundearbeit zu investieren, müssen auch die vielen zu fahrenden Kilometer mit dem eigenen Auto eingeplant werden, da Trainings- und Einsatzgebiete in und um die Region Hannover herum verteilt sind.

 BRH Rettungshundestaffel Hannover, Harz und Heide - Abseilen Mensch

Anforderungen an das Rettungshundeteam

 

Der Begriff Rettungshundeteam ist nach DIN 13050 ein genormter Begriff aus dem Rettungswesen. Er bezeichnet die Einheit aus Rettungshundeführer/-in und seinem/ihrem Rettungshund, die zusammen über die Qualifikation verfügen, vermisste und verschüttete Personen zu suchen und zu orten.

Das Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer ist die Grundlage der Rettungshundearbeit. Der Hundeführer muss seinen Hund ganz genau kennen und sein Verhalten deuten können. So muss z.B. erkannt werden, dass der Hund erschöpft ist und nicht mehr sicher sucht, oder wo der Hund bei der Suche Auffälligkeiten gezeigt hat. Nur so können stressige Einsatzsituationen bewältigt werden.

Dies gilt auch umgekehrt. So muss der Hund seinem Führer vertrauen. Nur so können Hunde in die Lage versetzt werden, auch unter widrigen Umständen wie Dunkelheit, fremdes Gelände, Stress des Hundeführers, usw., ihre Arbeit zu verrichten.

Erst durch den verantwortungsvollen Umgang des Menschen mit seinem Hund und dem Zusammenleben in der Familie, kann dieses gegenseitige Vertrauen entstehen.