Einsatzmöglichkeiten

Flächeneinsatz

Mit Rettungshunden kann schnell ein unübersichtliches Gelände abgesucht werden. Dabei ist der Rettungshund gerade in der Nacht schneller und zuverlässiger als menschliche Suchketten und Wärmebildkameras. Die Hundenase wird nicht durch Dunkelheit oder Sichthindernisse wie z.B. in Bäumen versteckte Kinder beeinflusst. Voraussetzung hierfür ist, dass der Hund auch in großer Distanz zum Hundeführer gehorcht und sich der Hundeführer mit Hilfe seines Suchgruppenhelfers so durch Feld und Wald bewegen kann, dass eine lückenlose Absuche des jeweiligen Geländeabschnitts gewährleistet ist. Der Rettungshund braucht dabei keinen Individualgeruch des Vermissten, da er nach jeglicher menschlicher Witterung sucht, die durch die Luft getragen wird. Dabei gilt es zu beachten, dass nur die Suche nach lebenden Menschen trainiert wird. Ein Auffinden von Leichen kann somit nicht garaniert werden.

Einsatzindikationen für einen Flächeneinsatz sind u.a.:

- Hilflose, erkrankte oder verletzte Personen

- Nach Verkehrsunfällen

- Vermisste Kinder

- Menschen mit Suizidabsichten

BRH Rettungshundestaffel Hannover, Harz und Heide - Rettungshund im dichten Unterwuchs/Unterholz

Trümmereinsatz

In unseren Breiten werden Rettungshunde wesentlich seltener für die Suche nach Vermissten in Trümmerlagen als für Suchen in z.B. Wäldern angefordert. Zusätzlich zu den Fähigkeiten eines Hundes für die Flächensuche dürfen wackelige Untergründe, Feuer, Lärm und große Höhen für den in den Trümmern suchenden Hund kein Hinderniss sein. Aufgabe des Rettungshundes bei der Suche auf einem Trümmerkegel ist es, den Bergungs- und Rettungsmannschaften den Punkt anzuzeigen, wo der Vermisste verschüttet ist.

Mögliche Trümmerlagen:

- Gasexlosion Wohnhaus

- Einsturz von Gebäuden (Bsp. Turnhalle in Bad Reichenhall, Stadtarchiv Köln)

- Erdbeben

- Zugunglücke z.B. ICE Unglück in Eschede

BRH Rettungshundestaffel Hannover, Harz und Heide - Rettungshund bei der Suche auf einem Trümmerkegel