Prüfungen

Auf dem Weg zum einsatzfähigen Rettungshundeteam nach DIN 13050, haben der angehende Rettungshundeführer und sein Hund im Laufe der Jahre mehrere Prüfungen zu absolvieren.


Begleithundeprüfung (BH)

Die erste Prüfung, die ein Hund auf dem Weg zum einsatzfähigen Rettungshund ablegen muss, ist die Begleithundeprüfung. Hierbei wird der Grundgehorsam und das Verhalten in alltäglichen Situationen abgeprüft. Dabei gilt die Prüfungsordnung des VDH/dhv. Alternativ kann auch die Prüfung "PRaktischer Gehorsam" abgelegt werden.

Vorprüfung

Hat das zukünftige Rettungshundeteam den notwendigen Ausbildungsstand erreicht, folgt die Vorprüfung als Zulassungsvorraussetzung für die Rettungshundeprüfung. Die Vorprüfung wird staffelintern oder von einer anderen dem BRH Rettungshundestaffel abgenommen. Abgeprüft werden hierbei die Gerätearbeit, das Lenken des Hundes (detachieren), Theorie, sowie die Suchleistung des Hundes in der jeweiligen Sparte. Die Anforderungen an Hund und Hundeführer entsprechen denen der Rettungshundeprüfung.

Rettungshunde-Flächenprüfung (RH-Fl)

Diese wird von einem unabhängigen Leistungsrichter des BRH abgenommen. Das abzusuchende Gebiet ist mind. 20.000 bis 25.000 m² groß und zu mind. 50% verdeckt, d.h. dicht mit Bäumen und Unterholz bewachsen. Ist das Gelände zu offen, wird die Fläche vergrößert.

Es sind 1 - 3 Personen versteckt wobei der Prüfling die genaue Anzahl nicht kennt. Der Hundeführer hat 25 Minuten Zeit mit seinem Hund das Gelände flächendeckend abzusuchen und frei zu geben.

Die Rettungshundeprüfung muss jährlich wiederholt werden.

Rettungshunde-Trümmerprüfung (RH-Tr)

Für die Prüfung in den Trümmern gilt ähnliches wir für die Flächenprüfung. Nur ist hier keine Geländegröße vorgegeben und es erfolgen zusätzliche Ablenkungen durch Rauch und Lärm.

BRH RHS Hannover, Harz und Heide - Trümmerprüfung Bad Nenndorf







Einsatzüberprüfung

Die bestandene Einsatzüberprüfung ist Vorraussetzung nach der bestandenen Rettungshundeprüfung, für den Einsatz im Realfall.

Es wird eine Einsatzsituation nachgestellt und staffelintern oder in Kooperation mit anderen Staffeln durchgeführt. Aufgabe für jedes Suchteam ist die schnelle und sichere Absuche des ihnen zugewiesenen Gebietes. Dieses ist dabei ca. 60.000 bis 90.000 m² groß. Es ist nicht bekannt, ob sich Vermisste in diesem Gebiet aufhalten, ganz wie im Realeinsatz. Neben der Suche mit dem Rettungshund, muss das Team Kontakt mit der Einsatzführung halten, sich orientieren, aufgefundene Personen erstversorgen und weitere Kräfte für deren Rettung einweisen. Die Einsatzüberprüfung muss alle zwei Jahre wiederholt werden.


 Für detaillierte Informationen siehe die Prüfungsordnung des BRH - Stand 03/2014

Prüfungsordnung des BRH - Stand 03/2014 nach DIN 13050


 

Mantrailing

BRH MTB - Mantrailer-Basistest
Ausarbeitungszeit ca. 30 Minuten, Spurlänge 600 – 800 Meter, Spuralter ca. 1 Stunde, Spurleger unbekannt, am Ende der Spur verdeckt, 2 – 4 Winkel, Spurverlauf „im Grünen“ (Feld, Wald, Wiesen, auch querfeldein), Geruchsartikel aus Stoff

BRH MTS - Mantrailer-Stadtprüfung
Spurlänge 1000 – 1200 Meter, Spuralter 2 – 6 Stunden, Ausarbeitungszeit ca. 60 Min., Spurverlauf in der Stadt, Spurleger unbekannt, am Spurende Identifizierung aus 3 Personen

BRH MTL - Mantrailer-Landprüfung
Spurlänge 1000 – 1200 Meter, Spuralter 12 – 20 Stunden, Ausarbeitungszeit ca. 60 Min., Spurverlauf Wald/Feld/Flur, Spurleger unbekannt

BRH MT Negativ
Spurende nach 100 Meter, Spuralter 1 Stunde, Ausarbeitungszeit 20 Min., Spurverlauf Wald, Spurleger unbekannt

Polizei Niedersachsen
Zusätzlich muss in Niedersachsen eine erfolgreiche Überprüfung der Mantrailerteams durch die Landespolizei Niedersachsen erfolgen. Dabei muss eine mind. 1.000 m lange und mind. 12 Stunden alte Spur, durch Stadt- und Landteile verfolgt werden.